Bo tarde Sal

Gestern 14:50 UTC verkündet Gerda hoch erfreut „Land in Sicht“. Der 406 m hohe Monte Grande ist gerade so zu erkennen. Es ist diesig, er ist nur ca. 10 sm entfernt.

Danach geht es schnell, weitere Berge der Nordseite von Sal zeigen sich, weiße Brandung ist erkennbar. 

Nach der ersten Freude darüber, es geschafft zu haben, erfasst die Crew Wehmut. 
„Ich könnte jetzt noch weiter fahren.“
„Die Zeit ist so schnell um.“
„Es ist so schön da draußen.“

Nach 6 Tagen und 18 Stunden haben wir Palmeira auf Sal erreicht. Kurz vor Dunkelheit ankern wir in der durch ein Breakwater gut vor Schwell geschützten Bucht. Unser Nachbar, ein Kat mit TO-Stander begrüßt uns und versorgt uns mit den wichtigsten Infos zum Einklarieren.

Montag, den 15.01. sind wir mittags von La Gomera gestartet und konnten bei einer leichten Brise aus SE zwei Tage entspannt hoch am Wind nach Süden segeln. Gut zum Eingewöhnen. Danach mussten wir 1,5 Tage mehr oder weniger Flaute ertragen und sind 190 sm motort.

Die letzten gut drei Tage dann endlich der NE Passat. ANUK rauscht mit großer Genua dahin, die Crew ist akklimatisiert und verträgt das Rollen in der ca. 3 m hohen See sehr gut.

Es war also alles dabei.

Mit 6 Crewmitgliedern in drei Wachen je vier Stunden gibt es ausreichend Zeit zum Schlafen und entspannen (z.B. mit Yoga). Und natürlich lecker kochen. Den Speiseplan wird bestimmt durch die Haltbarkeit des Gemüses.

  • Rote Linsen-Möhren-Ingwer Suppe und Salat
  • Avocado-Creme mit Kartoffeln und Tomatensalat
  • Süßkartoffel Stampf und rote Beete Schafskäse Gemüse
  • Nudeln mit Aubergine-Tomatensoße
  • Weißkohl-Möhren-Kokosmilch Curry mit Reis 
  • Nudeln mit Paprika Soße und Tomaten-Gurken-Salat
  • Rahmkohl mit Soja-Geschnetzelten mit Kartoffeln und Süßkartoffeln

Zurückgelegte Strecke (ohne Kreuzschläge) 725 sm.

Und jetzt sind wir in Afrika, es herrscht eine gelassene und sehr freundliche Stimmung. An Land mehr Touristen als ich es in Erinnerung habe. Wir freuen uns alle darauf die Insel bzw. die Inseln die Inseln zu erkunden.

Text: Uli