Die Crew für Etappe 5 reist auf unterschiedlichsten Wegen an und kommt nach und nach an Bord. Gunter und Carola sind schon ab Mittwoch Mittag da, erkunden Luleå und Umgebung. An diesem Wochenende findet ein Festival statt: Schon die Crew der Etappe 4 kam in den Genuss von verschiedensten Fahrgeschäften, Musik auf mehreren Bühnen und Ständen mit … Zeug, vor allem Fußball-Trikots.

Die ersten an Bord helfen die Deckwaschanlage in Betrieb zu nehmen, säubern die Ankerkette und ersetzen fehlende Markierungen. Später werden Lebensmittel und Getränke besorgt und verstaut. Montag sind wir startklar. Nach der Einweisung steuern wir erstmal die Tankstelle an und füllen den halbleeren Dieseltank auf. Auch wenn wir unbedingt viel Segeln wollen, ist es besser den Tank voll zu haben.

Ziel für den ersten Tag ist Töre. Bei Sonne und leichtem Wind segeln wir durch die Inselwelt. Ein toller erster Tag, bestes Eingewöhnungswetter. Rasmus bekommt den obligatorischen Schluck Rum und wir schließen den Gutwetterpakt. Den nördlichsten Punkt der Ostsee erreichen wir gegen 22:30. Für ein Selfie klettern alle auf die Tonne und jede/r posiert noch einzeln. ANUK wartet kurz angebunden geduldig und kurz nach 23 Uhr liegen wir dann am Steg außen an. Fast Mitternacht ist es hier, kurz unterhalb des Polarkreises noch immer taghell. Der Himmel leicht rosa eingefärbt.

Wie in vielen Häfen hier oben, ist der Töre Havn an einem Campingplatz gekoppelt. Am nächsten Morgen spricht Gunter mit einer Camperin, die ihm verwundert erzählte, „Am Abend zuvor hatte ein Schiff an so’ner großen Boje festgemacht hatte, und dann haben die da 20 Min Foto-Session gemacht. Leude gibt’s!“ 😉

Der Norden gefällt uns allen super. Schon nach kurzer Zeit bin ich wehmütig, denn von jetzt ab wird es nur noch südwärts gehen. Ich werde die hohen Breiten, die Landschaft, die entspannten Menschen hier vermissen.